Hamburg ganz unten

Günter Zint (Hrsg.)
Hamburg ganz unten
In Zusammenarbeit mit Günter Wallraff und Hinz&Kunzt
128 S., Klappenbroschur, Bilderdruckpapier, 17 x 23,5 cm, 16,95 €
Von jedem verkauften Exemplar geht 1,- € an Hinz und Kunzt
ISBN 978-3-86940-029-7
ET: Herbst 2017
Originalausgabe

Statt Olympiade - Menschenbilder von der Straße

Hamburg ist die schönste Stadt der Welt. Zweifelt jemand daran? Hamburg ist reich und hat ein großes Herz für die Kultur, nicht nur für das nimmersatte Opernhaus.
Hamburg ist cool und vernünftig und hat über eine Milliarde für eine denkbar unersättliche Olympiade gespart.
Wie wär’s, wenn „Die Hamburger“ ein wenig davon investieren, damit „Diese Hamburger“ ein wenig menschenwürdiger leben können?
Günter Zint zeigt in seinem Buch das andere Hamburg, ohne Zeigefinger und ohne Sensationen. Dieses Kaleidoskop von Impressionen und Geschehnissen, von vielerlei Menschen und atmosphärischen Bestandsaufnahmen ist der Ausschnitt aus einer Welt, die gerne ausgeblendet wird.
Die Medien sind voll mit der Not der Flüchtlinge. Und es darf auf keinen Fall ein Verdrängungswettbewerb um Mitmenschlichkeit und Hilfe entstehen.
Jedoch angesichts der überbordenden Probleme auf der Welt dürfen wir die Menschen, die hier in Hamburg buchstäblich vor unserer Haustür leben, nicht vergessen.
Dafür versammelt Zint Fotos und Texte von Freunden und Kollegen, die sich, wie er selbst, immer für „Die da ganz unten“ engagiert haben:

– Ein Interview mit seinem alten Freund und Partner Günter Wallraff. Fast all dessen Bücher hat er als Fotograf begleitet.
– Eine Reportage von Günter Wallraff über Obdachlosigkeit und ein Vorwort für dieses Buch.
– Eine Reportage von der legendären Peggy Parnass, wie sie einem obdachlosen Alkoholiker helfen will – und wie schwierig das ist.
– Texte aus der unermüdlichen Obdachlosenzeitung Hinz & Kunzt.
– Fotos des jahrzehntelangen Kiez-Fotografen Heinrich Schultze und von anderen.

 

 

Günter Zint fotografierte millionenfach – von den Beatles im Star Club bis heute – vor allem soziale Themen: Minderheiten, Subkultur, Obdachlosigkeit und Bürgerbewegungen.
Er arbeitete für Spiegel, Stern und Konkret und startete 1964 die Agentur PANFOTO. 1968 gründete er die St. Pauli Nachrichten als linke Gegenboulevardzeitung, die auf eine Millionenauflage kam und für die Stefan Aust, Hendrik Broder, Peter Dahl und andere schrieben. 1984 gründete er das St.Pauli Archiv, aus dem 1988 das SANKT-PAULI-MUSEUM direkt neben der Davidwache hervorging.

 

 

16,95 €