Der Lübecker "Brandanschlag"

Heinrich Wille
Der Lübecker "Brandanschlag"
Nie aufgeklärt: Der Tod von zehn Asylbewerbern
Ein Lehrstück von Medien, Vorurteilen und Lügen
164 S. / 13 x 23,5 cm Broschur /  12,95 €
ISBN 978-3-86940-024-2

 

 

Originalausgabe

 

Tränen und gut gemeinte Absichten dürfen nicht den Verstand vernebeln

 

1996 brennt in Lübeck ein Asylbewerberheim. Mit 10 Toten und 38 teils schwer Verletzten ist es der folgenschwerste Brand in Lübeck seit dem Krieg. Schnell ist klar, dass es sich um Brandstiftung handelt. Bis heute ist das Geschehen nicht aufgeklärt. Jedes Jahr findet eine Gedenkveranstaltung statt. Und jedes Mal wird gefordert, den Fall wieder aufzurollen.
Angesichts der Fülle von Widersprüchen und Unterstellungen platzt nun dem damaligen Lübecker Staatsanwalt Heinrich Wille der Kragen. Er wurde bekannt durch seine Rolle in der Barschel-Affäre und sein Buch dazu. Auch jetzt nimmt er kein Blatt vor den Mund. Damals wurden Neonazis verdächtigt, festgenommen – und konnten nicht angeklagt werden. Es fand sich kein hinreichender Tatverdacht.


Das passt vielen Journalisten nicht, die immer noch den Vorwurf erheben, die Justiz sei „auf dem rechten Auge blind“ gewesen. Wille beweist nun die Blindheit und Voreingenommenheit der Medien.

 

Zum Hintergrund gehören die Brandanschläge von Mölln 1992 und auf die Lübecker Synagoge 1994. Und es wird die Brücke zu den NSU-Morden  geschlagen. Mit Unterstellungen und Allgemeinplätzen glänzen diverse selbst ernannte Fachleute. Von Politikern und Journalisten – von Deutschlandfunk und NDR bis zur„Zeit“ – wird das Geschehen politisch instrumentalisiert.
Wille ist sauer: „Warum werden immer noch die eindeutigen Tatsachen nicht zur Kenntnis genommen?“ Und er beweist, dass dies kein „Brandanschlag“ von außen gewesen sein kann, sondern das Feuer im Haus entstanden sein muss. Es geht ihm auch um das menschliche Leid der Angehörigen, jedoch: „Tränen dürfen nicht den Verstand vernebeln.“

 

Heinrich Wille, 1945 in Grömitz geboren, ist Rechtsanwalt in Lübeck. Er war Staatsanwalt in Itzehoe und Kiel, arbeitete für das Justizministerium, wurde Oberstaatsanwalt, zuständig für Wirtschaftskriminalität, und Abteilungsleiter bei der Staatsanwaltschaft in Kiel. Er war politisch als SPD-Mitglied aktiv und
Landesvorsitzender sozialdemokratischer Juristen. Wille leitete 18 Jahre die Staatsanwaltschaft Lübeck. Als „Barschel-Ermittler“ wurde er bundesweit bekannt. In seinem Buch „Ein Mord, der keiner sein durfte“, das jahrelang verboten war, schilderte er die Zusammenhänge und Hintergründe.

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