St. Louis, der Job & das übliche Elend

Klaus Rinner

 

St. Louis, der Job und das übliche Elend
Ein Harvey-Webster-Kult-Western
128 Seiten,  Hardcover, 13 x 22,5 cm
ISBN 978-3-86940-073-0
 
Originalausgabe
 
Cool und literarisch: Die Harvey Webster Kult-Western
Das scheinbar Triviale wird zum literarischen Vergnügen. Der Autor nutzt die Stereotypen und befreit die Gattung aus ihrem alten Käfig. Mit klassischen Zutaten und viel Humor gelingt es ihm und seinem Helden, vier aktuelle Themen unserer Zeit so intelligent wie spannend umzusetzen: Gewalt, Geld, Kunst und Politik.

Die gnadenlosen Jahre hinterlassen auch bei einem Kopfgeldjäger ihre Spuren. Die Politik hatte es geschafft, das Land unter ihre Kontrolle zu bringen, und Harvey Webster fühlte sich manchmal wie aus der Zeit gefallen. „Das verarmte Dasein, die große Müdigkeit, die Überzeugung, dass sich in diesem Leben nichts Wesentliches mehr ändern würde, waren untrügliche Zeichen, dass ich mich längst in der inneren Emigration befand.“ Aus finanziellen Gründen ist Harvey gezwungen, einen Job im Umfeld der Politik anzunehmen. „Die Politik ist ein schwieriges Geschäft. In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon wieder ein Irrsinn für sich“, zitierte ich deshalb Voltaire, um meine Bedenken auf ein solides Fundament zu stellen. „Hör auf mit diesen Sprüchen, Harvey! In deiner Lage kannst du es dir gar nicht leisten, ein Angebot, wie ich es dir gemacht habe, abzulehnen“, verlieh er seiner tiefen Überzeugung Ausdruck, wonach Geld jenes Material ist, das im Innersten die Welt zusammenhält.“
Man braucht kein Pessimist zu sein, um zu ahnen, dass es für Harvey Webster schwer wird, aus dieser Nummer heil herauszukommen.

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