Halbritter Tier- und Pflanzenwelt

Kurt Halbritter
Tier- und Pflanzenwelt
Ein Beitrag zur Naturgeschichte für alle Schichten des Volkes
Mit vielen Illustrationen des Verfassers
160 S., Hardcover mit Überzug, 21 x 21 cm, 17,90 €
ISBN 978-3-86940-111-9

 

Ein völlig neuer Blick auf Fauna und Flora

 

Dem Karikaturisten Kurt Halbritter, dem Archäologen aus Grafittanien, ist es gelungen, Tiere und Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung aufzuspüren, von denen seit langem nur mehr die Namen bekannt waren. Alle werden sie sorgfältig beschrieben, ihre Lebensgewohnheiten werden skizziert, und ihre Domestizierbarkeit wird in Erwägung gezogen. Vom Hochhändigen Lachfuß bis zum Finguin, vom Fusseltierchen bis zur Wassermaus und vom Fußpilz über den Ohrleanderstock bis zur Knieeiche werden in Vergessenheit geratene Tiere und Pflanzen in Wort und Bild vorgestellt.
Schöne, im alten Dokumentationsstil gehaltene Zeichnungen wie auch zwei Landkarten mit den Orten, an denen die kuriosen Tierchen und Pflänzchen zu finden sind, bilden das Hauptwerk dieses erfindungsreichen und satirischen Buches.
Die kurzen, streng wissenschaftlich anmutenden Begleittexte verstärken den dokumentarischen Charakter. Sowohl Biologen als auch Kreativitätsbegeisterte dürften an den eigensinningen und klugen Inventionen ihre Freude haben, die einen völlig neuen Blick auf Flora und Fauna ermöglichen.

 

Kurt Halbritter (1924-1978) war bereits als Schüler ein Zeichentalent. Erst nach einer Ausbildung zum Chemographen, Krieg und Kriegsgefangenschaft konnte er sich ab 1948 an der Werkkunstschule Offenbach, der heutigen Hochschule für Gestaltung, seiner Begabung widmen. Vorbilder waren für ihn Paul Klee, Daumier, George Grosz. Als er Saul Steinberg entdeckte, war sein Weg zur Karikatur eingeschlagen. „Spätestens hier wusste ich, dass das, was ich wollte, an dieser Schule nicht gelehrt wurde“, äußerte sich Halbritter rückblickend. Er verließ die Schule ohne Abschluss und arbeitete ab 1952 als freier Zeichner. Bis 1978 veröffentlichte Kurt Halbritter rund zwanzig Bücher, daneben erschienen zahlreiche Werke, an denen er als Illustrator mitwirkte. 1962 gehörte er neben Chlodwig Poth und Hans Traxler zu den Zeichnern der ersten Stunde beim Satiremagazin „pardon“. Kurt Halbritter war Teil der Gruppe von Zeichnern und Satirikern, die sich später die Bezeichnung „Neue Frankfurter Schule“ gegeben hat. Er hat diese Gruppe maßgeblich beeinflusst und wurde von seinen Kollegen bewundert. Die Qualität seiner Zeichnungen setzte einen neuen Standard. 1978 starb er mit 53 Jahren auf einer Schiffsreise nach Irland an einem Herzinfarkt.

17,95 €

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