De lütte Häwelmann

Theodor Storm
De lütte Häwelmann
mit den bekannten Biller vun Else Wenz-Viétor, in’t Plattdüütsche överdragen vun Ulrich Gradert

Hardcover, 20 x 23,5 cm, 16 S., 12,95 €.
ISBN 978-3-86940-040-2

Originalausgabe

 

Das berühmteste norddeutsche Kinderbuch – neu auf Plattdüütsch

Dieser Bilderbuchklassiker über den „Häwelmann“, von Theodor Storm 1849 geschrieben, wurde erst seit 1926 mit den Illustrationen von Else Wenz-Viétor immer wieder aufgelegt.
Es dürfte wohl – bis auf später Zugereiste – niemanden in Norddeutschland geben, der nicht 1. Theodor Storm, den berühmtesten Dichter der Region, in der Schule – und 2. den kleinen Häwelmann zuhause kennengelernt hat. Im Buchhandel gab es nie eine original illustrierte Einzelausgabe in der Heimatsprache des Dichters, der selbst ja auch vieles op Platt verfasste.

Ein Gedicht zu Beginn des Märchens nennt den kleinen Häwelmann den Sonnenschein der Familie – ganz im Gegensatz zu der dann folgenden Geschichte, in der der Kleine zum aufsässigen, ungeduldigen Kerlchen wird, das nicht schlafen will. Seine Mutter im großen Bett daneben rollt ihn noch in seinem Rollenbettchen ein wenig im Halbschlaf hin und her, aber dann schläft sie fest ein. De Häwelmann aber ist immer noch munter. Der Mond schaut durch das Fenster und sieht, wie er sich aus seinem Nachthemd ein Segel gebaut hat und mit seinem Rollenbett im Zimmer herumrollt.

Die Illustrationen von Else Wenz-Viétor unterstützen die Geschichte auf ihre Weise, sie wirken für uns heute natürlich nostalgisch und wecken beim älteren Leser Kindheitserinnerungen an die Bücher bei Oma und Opa. Sie sind im Stil der 30er Jahre gezeichnet: Dieser wohlgenährte, pausbäckige Häwelmann der Titelseite kann nur der Sonnenschein einer jeden Familie sein. Es gibt vierfarbige und schwarz/weiß- llustrationen, wobei letztere meist den Schrecken des Alptraums abbilden: die schwarzen Häuserfassaden, die wie dunkle, schreiende Gesichter aussehen, den empörten Baum, den erbosten Mond, die böse Sonne und das schreiende, ins Meer stürzende Kind.

Ein wunderbares Geschenk für vorlesende Omas und Opas. Und Pflicht für Lehrer und Eltern, die den Kindern unsere klassische Heimatsprache nahebringen wollen.

 

Ulrich Gradert, Jahrgang 1957, erlebte in seiner Kindheit das Niederdeutsche als Alltagssprache. Aufgewachsen ist er auf einem Bauernhof in Ostholstein. Er arbeitet als Pastor in der Ev.-luth. Kirchengemeinde Plön. Rund zwanzig Jahre war er Lehrbeauftragter für plattdeutsche Predigt an der Kieler Universität. Gern stellt er sich in seinem Kirchenkreis den Fragen zur Nutzung unserer Heimatsprache im pastoralen Alltag.
In seinen Büchern und seinem Wirken bleibt ihm das Niederdeutsche, diese Sprache voller Dynamik und zeitloser Lebendigkeit, immer kostbar.

12,95 €

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